Härtegrad bei Matratzen: Wie finde ich die richtige Härte als Seitenschläfer?

HART, MITTEL oder WEICH? Wie finde ich den richtigen zu mit passenden Härtegrad bei Matratzen? (Testergebnisse für Seitenschläfer)

Welcher Härtegrad bei Matratzen ist der passende für mich? Und ist der Zonenaufbau als Seitenschläfer überhaupt wichtig? Die Entscheidung zur richtigen Matratze ist oft nicht so leicht. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen ein paar Tipps geben, um die Entscheidung zur „passenden“ oder „besseren“ Matratze zu erleichtern. Zuerst starten wir mit eine sehr weichen Matratze.

Unsere Testperson ist männlich und bevorzugt die Seitenlage, 1,8 cm groß und 78 kg schwer. Verhältnismäßig etwas breitere Schultern und eine für Männer normal breite Hüfte. Um in der  Seitenlage während der Nacht ausreichend zu entspannen, versuchen wir die Wirbelsäule unserer Testperson möglichst horizontal zu lagern. Nur so können die einzelnen Bandscheiben ausreichend Erholung finden und Schmerzen im Rücken oder morgendlichen Verspannungen wird entgegengewirkt. Die nachfolgenden Bilder zeigen die genaue Veränderung der Wirbelsäule in der Seitenlage.

Weiche Matratze mit hohem Kissen

Die ersten Variante auf der Suche nach dem richtigen Härtegrad bei Matratzen. Einer weichen Matratzen ohne Zonen, es wird der Schaum an schweren Körperpartien stark komprimiert. Das heißt: Becken, Bauch, Brustkorb und Schulter sinken weit in die Matratze ein. Die Folge ist eine „U-Form“ der Wirbelsäule (Siehe Bild „Weiche Matratze + hohes Kopfkissen) und meine Testperson würde eine Nacht auf dieser Matratze wohl kaum überstehen. Selbst ein paar Minuten Aufenthalt, erweckt hier keine schönen Träume. Die Lendenwirbel fallen nach unten und das viel zu hohe Kissen verstärkt die „U-Form“ noch weiter. Im Nacken, in den Lendenwirbeln und in den Brustwirbeln kommt es mit diesem Zonenaufbau am häufigsten zu spürbaren Schmerzen. Die Folge sind  gröbere Verspannungen über den gesamten Rücken.

Weiche Matratze mit niedrigem Kissen

Die Verringerung der Kissenhöhe verbessert den Liegekomfort nicht. Die Kurve der Wirbelsäule spricht für sich (Siehe Bild „Weiche Matratze + niedriges Kopfkissen). Ähnliche Kurven entstehen auch bei einer durchgelegenen Unterlage. Der Schaum gibt bei einer alten Matratze immer an den schwersten Körperstellen nach und leistet somit keine Unterstützung mehr. Der schmerz im Kreuz sollte der letzte Hinweis zum Tausch Ihrer alten Matratze sein.

Harte Matratze mit hohem Kissen

Im Vergleich dazu, die harte Version ohne Schulterzone. Durch den durchgehend harten Aufbau der Matratze, kann die Schulter kaum einsinken. Die unnachgiebige Kaltschaummatratze hindert auch eine schwäre Schulter daran. Es kommt zu einem Bogen in der Brustwirbelsäule (Siehe Bild „harte Matratze + hohes Kopfkissen“). Der Kopf unserer Testperson würde ohne hohem Kissen keine Unterstützung finden. Der harte Aufbau, begünstigt den Druck in der Hüfte und in der Schulter. Häufig klagen Personen mit zu harten Matratzen über eine einschlafende Schulter oder Arm beim Schlaf. Außerdem kann es zu einer schmerzenden Hüften wehrend der Nacht kommen. Ein klares Zeichen für übertriebene Härte. Auch an den rot markierten Stellen kann es zu Problemen im Rücken kommen.

Harte Matratze mit niedrigem Kissen

Ein niedrigeres Kissen ist in der Kombination mit einer harten Kaltschaummatratze eine Herausforderung für den Nacken. Unsere Testperson würde schnell die Liegeposition wechseln, um heftigeren Verspannungen zu entkommen.

Harte Matratze mit weicher Schulterzone und hohem Kissen

Die harte Matratze mit etwas weicherer Schulter ist ein häufig in Schlafzimmern vorkommender Matratzentyp. Die harte Unterlage ist für viele Menschen die bevorzugte Wahl. Bei Übergewicht, kann diese Matratze auch die richtige Wahl sein. Ist das Körpergewicht jedoch zu gering, wird der Kaltschaum zu wenig komprimiert und es kommt auch mit einer weichen Schulterzone zu einem Anstieg der Wirbelsäule ab der Brust. Dieser Anstieg muss mit einem höheren Kopfkissen unterstützt werden. Die Lage unserer Testperson ist besser als bei den beiden vorherigen Varianten. Durch den harten Aufbau kann es jedoch zu den vorher beschrieben Problemen (einschlafende Arme oder schmerzen in der Hüfte) kommen.

Die harte Matratze mit niedrigem Kissen und weicher Schulterzone

Auch in diesem Fall wirkt das niedrigere Kissen negativ auf unsere Testperson. Es verschlechtert sich die Haltung des Rückens. Am meisten leidet der Nacken. Ein etwas höheres Kopfkissen, bietet schon ein anschaulicheres Ergebnis. Erkennbar ist, die richtige Kissenhöhe hat eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit der Matratze. Nackenschmerzen sind immer ein guter Hinweis, ob das verwendete Kissen zu hoch oder zu niedrig ist. Die Anschaffung eines in der Höhe anpassbaren Kissen ist ratsam.

Mittelharte Matratze mit ausgeprägter Schulterzone und hohem Kopfkissen

Leider gibt es keine Normen für mittlere, weiche oder harte Matratzen. Die Bezeichnungen zum Härtegrad bei Matratzen (H1, H2, H3 oder H4) können von jedem Hersteller beliebig verwendet werden. Eine grobe Einteilung kann etwas so eine Hilfestellung bieten: Harte Matratzen sind besser für übergewichtige Personen geeignet. Weiche Matratzen für untergewichtige Personen. Für die meisten Menschen (so auch für unsere Testperson) eignet sich die mittelharte Härtegrad bei Matratzen am besten. Der Körper wird gut aufgenommen und der Kaltschaum gibt ausreichend nach. Die Schulterzone sorgt für ausreichend Einsinktiefe und der Brustkorb ist etwas weicher gebettet. Jedoch ist im Bereich des Nackens ein klarer Anstieg der Halswirbel erkennbar. Das verwendete Kissen ist für diese Matratze zu hoch.

Die mittelharte Matratze mit niedrigem Kissen und Schulterzone

Das niedrigere Kopfkissen passt sich besser dem Verlauf der Wirbel an. Auch die Matratze passt sich der Körperform an, sie unterstützt im Bauch- und Beckenbereich und gibt in der Schulterzone ausreichend nach. Durch das niedrigere Kissen wird der Sprung zwischen Schulter und Hals optimal überbrückt. Die Wirbelsäule wird bespielhaft entlastet und bietet ausreichend Erholung für die Bandscheiben. Einem guten Schlaf steht nichts mehr im Wege. Ich hoffe meine Tipps zum Härtegrad bei Matratzen sind Ihnen eine gute Hilfestellung, wenn es um die Wahl zur richten Matratze geht.

Wir wünschen weiterhin guten und erholsamen Schalf!
Ihr Edelweich Team

weiche Matratze + hohes Kopfkissen

Härtegrad bei Matratzen

Weiche Matratze + niedriges Kopfkissen

Die harte Matratze + hohes Kopfkissen

Die harte Matratze + niedriges Kopfkissen

Schulterzone in harter Matratze + hohes Kissen

Harte Matratze mit Schulterzone + niedriges Kissen

Harte Matratze mit Schulterzone + mittelhohes Kissen

Mittelharte Matratze + hohes Kopfkissen

Mittelharte Matratze + niedriges Kissen